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Chronologik

Wie versprochen möchten wir euch noch einen kleinen Einblick in die Vorbereitungen zu unserer erfolgreichen 203 m Longline Begehung geben. Neben einer Portion Glück und Timing haben wir vor allem Ausdauer und Fleiß benötigt. So bin ich insgesamt 8 mal zu dem Spot, der Märchenwiese gefahren, die ja schon mal 30 km von meinem zuhause weg ist…

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Die Märchenwiese liegt in einem großen Waldstück östlich von Dresden. Sie weist ein ideales Höhenprofil auf, liegt sehr windgeschützt, ist umgeben von herrlichen großen Kiefern, bietet die Möglichkeit der sehr feinen Abstufung von spannbaren Längen, man trifft dort so gut wie keine Menschenseele und es herrscht eine himmlische Ruhe. Genau richtig also um Monsterlonglines zu spannen und im Falle des Reißens höchstens ein paar Wildschweine im Wald zu erwischen (von denen scheint es dort jedenfalls reichlich zu geben).
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Über den ganzen Winter absolvierte ich mein Leinen-Training im Alaunpark in Dresden, vielleicht so durchschnittlich 5 bis 6 Stunden reine online-Gehzeit pro Woche auf meistens 50-80m Lines, immer mit ordentlicher Musik im Ohr, auf zunehmend längeren und höheren Lines, meine Art der aktiven Entspannung und Seelenpflege - the magic longline flow - healing by walking. Das Wetter spielte nicht so die Rolle. Die Jahreszeiten und Witterungen nimmt man wie sie kommen…

Nachdem ich Ende Januar die Märchenwiese ausfindig gemacht hatte, begab ich mich Anfang Februar zunächst allein, später dann immer mit Damian zusammen zu den aufwärts kaskadierenden Longline-Sessions. Wir haben dabei viel zusammen gelernt und auch die Aufbautechniken ausgefeilt. Nebenbei sind wir jetzt nicht nur ausdauernd im Leine gehen, sondern auch im Seil ziehen, also wenn das Geld mal knapp wird fange ich einen Nebenjob als Pullboy auf einer Hochseeyacht an ; ).4. Februar 80m, first attempt send fullman, erste Slackline überhaupt auf der Märchenwiese

6. Februar 105m, first attempt send fullman, 2way continuous
9. Februar 121m, first attempt send fullman,2way continuous
13. Februar 142,5m, first attempt send fullman,
17. Februar 177m, first attempt send,bei -6°C und Schneefall
16. März 203m, first attempt send fullman

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Bei der 203m Begehung hatte ich Glück, da mich die Leine in der Mitte fast runtergeholt hat (zu sehen im Video ab Minute 10). Der fertige Körper reagiert dann nur noch blitzartig reflexiv und es gilt wieder Ruhe herzustellen. Die für mich beste Mentaltechnik auf solchen Longlines ist das Prinzip der Maximierung der inneren Ruhe am momentanen Standpunkt und nichts Anderes! Ich kann für mich sagen, dass das Gehen auf so langen Leinen nicht wirklich Spaß ist, noch nicht ; ), da man die ganze Zeit durchgeschüttelt wird und man ordentlich zu pumpen hat. Ich hätte gerne mal einen Pulsmesser, denn gefühlt lag meiner permanent bei 190. Die Entspannung am Ende ist natürlich gigantisch, ich hab mich aber auch etwas leer gefühlt. Der Rückweg war schon deutlich entspannter, ich konnte sogar etwas lockerer mit dem Powerpaket spielen, am Ende hieß es trotzdem noch einmal volle Konzentration…
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Besonders gefreut habe ich mich dieses mal weil wir es zusammen geschafft haben - ich verneige mich vor Meister Shugo ; )

Anbei die Vollvideoversionen (Format flv Flashvideo) der 203m Begehungen von Damian und mir - Achtung!! große Dateien (130Mb und 70Mb) und evtl. Langeweile - weil ungeschnittenes 20min Gehen, hat halt Doku-Charakter ; ), dafür gibts jeweils noch Unterlegung mit Lieblingsmusi von Damian und mir.

- enjoy it in peace -

Tags: Rekord, Natur

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