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Dir. Luftweg

Ein Traum geht in Erfüllung! Auf unserer Wunschliste stand dieses Projekt lange Zeit ganz weit oben und in den letzten Jahren beherschte dieser riesige Felsdurchbruch im Herzen der Sächsischen Schweiz immer wieder unsere Gedanken. Bei jeder Passage auf Wanderungen oder Klettertouren schweifte unsere Phantasie in 60m Höhe zum Gipfel des Schrammtorwächters. Welcher Aufstieg ist möglich, wo sind geeignete Fixpunkte, sind wir fit genug die Line zu begehen. 

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Auf Grundlage mehrmaliger Erkundungsmissionen, dem präzisen Vermessen der Fixpunkte und der Auswertung von Fotos zahlreicher Perspektiven erdachten wir ein mögliches Setup für die komplizierten Fixpunkte. Die Felsen sind schwierig zu besteigen, bieten kaum nutzbare Strukturen im Gipfelbereich und laufen nach oben konisch zu. Ziel war ein 100% cleaner Aufbau. 

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Lediglich für das Backup wurden Ringe und Abseilösen unbelastet eingehängt. Bereits im Landcruising-Büro wurde nur das nötigste an Ausrüstung in die Haulbags gepackt. Unter anderem zwei 9m und zwei 6m lange Rundschlingen zur kompletten Umschlingung der Gipfelaufbauten. Dutzende Meter Feuerwehr- und Duplexschlauch sollten Fels und Schlingen schützen. Besonders sensible Bereiche und Metallverbindungen wurden zusätzlich mit Teppich abgepolstert. Auf dem Gipfel des Schrammtorwächters diente ein Holzbalken als Unterlage für den Flaschenzug. Innerhalb von 5h erkletterten wir in zwei Teams mit insgesamt 6 Riggern die beiden Gipfel, transportierten das Material nach oben und bauten die Highline auf. Die Line wurde mit Core und einem 10,5mm Statikseil geriggt welche den 42m breiten Abgrund in 60m Höhe überbrückte. Nach der obligatorischen Einstimmungsphase konnten wir der Line im zunehmenden Abendrot des 14. Augusts 2012 die ersten Begehungen abringen. 

Die Stimmung hätte schöner nicht sein können: das Wetter war perfekt, der Stress des Aufbau verflogen und die Touristen wieder auf dem Weg nach Hause. Nur die bizarren Felsegipfel der Schrammsteinkette und Wir, eingebettet in die traumhafte Kulisse des Elbtals. Erst die einsetzende Dämmerung zwang uns zur Rückkehr.  Glücklich und erschöpft seilten wir uns ab und machten uns auf den Rückweg zur Boofe (sächsich für Felshöhle). Wie üblich hatten wir nicht am Essen und dem passenden Wein gespart und so konnten wir in geselliger Runde den Abend ausklingen lassen.

Am nächsten  morgen klingelte noch vor Sonnenaufgang der erste Wecker, nach 5h Schlaf. Helmar, Matthias, Felix, Sebastian und Stefan wollten unbedingt den böhmischen Nebel einfangen.  Punkt 6 Uhr standen Sie bereit um einige traumhafte, morgendliche Begehungen zu erleben. Fast wie schlafwandelnd schwebten Sie eingehüllt in ein milchiges Gewand.  Nach einem ausführlichen Frühstück konnten wir uns den restlichen Tag auf der Line austoben um anschließend die zweite Nacht in der Boofe zu verbringen.

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Der zweite Morgen brachte Matthias und mir nochmals eine frühmorgendliche Begehung und so konnten wir mit dieser wunderschönen Line im Kopf gegen Mittag den Abbau beginnen. Nach 1,5h blickten wir, zurück am Talboden, gen Himmel. Das Schrammtor lag vor uns wie eh und je, als wären wir nie dagewesen. Mit wunderschönen Eindrücken und nach 3 Tagen voller Erlebnisse machten wir uns auf den Heimweg.

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Ich möchte mich bei allen Beteiligten für diese tolle Teamleistung bedanken: Felix Maul, Sebastian Flügge, Stefan Junghannß, Matthias Held, Mike Ueberschär, Albrecht Michler, Mike Jäger,  Lisa Bähr und Helmar Fasold. In sächsischer Tradition nannten wir die erste Highline über das Große Schrammtor: "Direkter Luftweg".

https://www.youtube.com/watch?v=eeSBOA_87B4

Weitere Bilder von Stefan sind in einer Galerie zusammengefasst (Tipp! Vollbildmodus verwenden):
Bildgalerie zur Highline Dir. Luftweg über das große Schrammtor
 
 
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